- 2007 – Fassung des Beschlusses durch die Aktionärshauptversammlung zur Vereinigung der Firmen Ergis S.A. und Eurofilms S.A., Übernahme von 100 % der Anteile an der Gesellschaft Baad Sp. z o.o. sowie Änderung des Firmennamens von Baad in Flexergis, Inbetriebnahme der dritten Linie zur Produktion von PE-Stretchfolie.
- 2006 - Abgabe des Emissionsprojekts bei der Kommission für Wertpapiere und Börsen. Änderung des Gesellschaftsnamens von EUROFILMS POLSKA GRUPA ERGIS S.A. in EUROFILMS S.A.. Inbetriebnahme der dritten Produktionslinie für Stretchfolie und Debüt der Gesellschaft EUROFILMS S.A. auf der Warschauer Wertpapierbörse.
- 2005 - Erlangung der Übereinstimmungszertifikate des Integrierten Qualitätsmanagementsystems mit der Norm ISO 14001 durch die Firmen ERGIS und EUROFILMS POLSKA GRUPA ERGIS S.A. 2004 – Erneuerung des Übereinstimmungszertifikats mit der Norm ISO 9001:2000 durch die Firma ERGIS
- 2004 - Fusion der Gesellschaften Tapety Gnaszyn S.A., Eurofilms Polska Gruppe Ergis Sp. z o.o. und PPH Delpak sp. z o.o. zur Vereinfachung der Firmenstruktur. Neuer Firmenname: Eurofilms Polska Gruppe ERGIS SA Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie zur Herstellung von Fensterbrettern und Modernisierung der Kalandrieranlage Berstorff sowie Übersiedlung dieser Linie von Wohciechów nach Wąbrzeźno.
- 2003 - Übernahme der Gruppe Ergis durch die Geschäftsführung unter Vermittlung der Firma Finergis Sp. z o.o. und bei Beteiligung des Investmentfonds DBG EE. Montage der zweiten Produktionslinie in Oława, Inbetriebnahme der Linie, erste Produktion – Anstieg der Produktionskapazität auf 18.000 Tonnen Stretchfolie jährlich.
- 2002 - Übernahme der Kontrolle über die Gesellschaft Tapety Gnaszyn SA. durch die Gruppe Ergis.
- 2001 - Verleihung des Zertifikats für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9002;1994, verliehen durch die Firma Det Norske Veritas, sowie später des Zertifikats nach ISO 9001:2000 (September 2003), Änderungen im Stammkapital der Gesellschaft: Die Firma Ergis S.A. übernimmt 76% der Anteile und Eurofilms Extrusion 24% am Stammkapital.
- 2000 - Im Rahmen einer Joint-Venture-Unternehmung mit der Firma Eurofilms Extrusion Ltd wird die Gesellschaft Eurofilms Polska gegründet und an die Gruppe Ergis angeschlossen; Montage der Linie in Oława, Inbetriebnahme der Linie, erste Produktion, erster Verkauf.
1998 - Es entsteht die Gruppe Ergis durch Restrukturierung der Firma ZTS Erg und Übernahme von Schupbach - Erg Sp. z o.o., Delpak Sp. z o.o., ZTS Erg-Oława SA sowie Cefol-Erg SA. Inbetriebnahme der ersten Produktionslinie zur Herstellung von Fensterbrettern. - 1992 - Umgestaltung des Unternehmens ZTS ERG in Wąbrzeźno in eine Aktiengesellschaft des Staatsschatzes. Im Jahre 1994 Übernahme der Kontrolle über die Gesellschaft durch den Nationalen Investmentfond "Victoria"
- 1954 - Beginn der Produktion bedruckter Folien
- 1953 - Inbetriebnahme der Produktion von PVC-Folie
- 1950 - Nationalisierung des Unternehmens und Änderung des Namens in Pommersche Kunststoffbetriebe (Pomorskie Zakłady Tworzyw Sztucznych). Später erneute Änderung des Namens in „Kunststoffbetriebe Erg – Wąbrzeźno“ (Zakłady Tworzyw Sztucznych Erg - Wąbrzeźno (ZTS Erg))
- 1922 - założenie w Wąbrzeźnie fabryki kapeluszy, później przejętej przez firmę Pe-Pe-Ge.
Noch mehr Geschichte...
Am 8. März des Jahres 1922 wurde in Wąbrzeźno die ""Pomorska Fabryka Kapeluszy Towarzystwo Akcyjne" (Pommersche Hutfabrik Aktiengesellschaft) gegründet. Ihre Hauptaktionäre waren die Stadt Wąbrzeźno und die "Polski Bank Handlowy T.A." (Polnische Handelsbank AG) aus Poznan. Die Stadt Wąbrzeźno erhielt eine Garantie des Ministers des Staatsschatzes für die Aufnahme eines Kredits in Höhe von 20 Millionen Mark als Einbringung ihres Anteils zum Bau der Fabrik. Die Bank "Polski Bank Handlowy T.A." brachte als Anteil technische Anlagen im Wert von 40 Millionen Mark ein. Das Stammkapital betrug 120 Millionen Mark und wurde in 120.000 Aktien aufgeteilt.
In kurzer Zeit entstand ein vierstöckiges Gebäude, in welchem mit der Produktion der Hüte begonnen wurde. Die Antriebskraft für alle Anlagen und Einrichtungen lieferte eine Dampfmaschine. Schnell stellten sich finanzielle Probleme und Schwierigkeiten beim Ankauf der Rohstoffe ein. Die nicht termingemäßen Rohstofflieferungen erschwerten den Absatz erheblich und führten in der Konsequenz zum Verlust der Abnehmer zugunsten der Konkurrenz.
Im Jahre 1926 willigten die Aktionäre der Fabrik in den Verkauf des Betriebes an die Firma "Polski Przemysł Gumowy" (Polnische Gummiindustrie) Pe Pe Ge aus Grudziądz ein. Am 3. September des Jahres 1928 bestätigte der Pommersche Wojewode das Projekt der Einrichtung einer Gummifabrik im Gebäude der ehemaligen Pommerschen Hutfabrik.
Es begannen die Anpassungsarbeiten. Geschäftsführer der gesamten Firma war Herr Samuel Halperin, die Filiale in Wąbrzeźno dagegen wurde von Stanisław Blichniarz verwaltet. Anfangs wurden imprägnierte Mäntel hergestellt. Dank dem Mitinhaber, einer französischen Firma aus der Gummiindustrie, wurden moderne Maschinen eingesetzt und das Produktionsangebot bedeutend erweitert. Es wurden unter anderem folgende Erzeugnisse hergestellt: Gummimäntel, Materialien für Gasmasken, Kunstleder, Gummischuhe, künstliches Samtleder, Bekleidung für Bergleute, Gummitrikots und wasserfeste Tapeten.
Ziel war es, die Beschäftigtenzahl in der Fabrik auf 500 Mitarbeiter auszubauen. Im Juli des Jahres 1928 waren im Betrieb 220 Mitarbeiter angestellt, in der Wintersaison 1928/29 wuchs das Personal bereits auf über 600 Personen. Am 18. Januar des Jahres 1929 wurde der Bau eines Benzintanks beendet, der im Auftrag der Danziger Werft produziert wurde. Die nächsten Investitionen waren der Bau eines Fabrikkessels zur Vulkanisierung und die Verlegung neuer Wasserrohre. Leider verhindert der Ausbruch der Wirtschaftskrise in Polen die weitere Entwicklung der Firma.
Im Jahre 1931 erklärte die Firma "Polski Przemysł Gumowy" ihre Insolvenz. Im Jahre 1936 begann der Insolvenzverwalter des Unternehmens "PEPEGE Polskiego Przemysłu Gumowego SA" mit dem Verkauf der Maschinen und Anlagen im Verfahren einer Zwangsversteigerung. In den Jahren von 1932 bis 1939 wurde hier keinerlei Geschäftstätigkeit ausgeführt und das Gebäude stand leer.
Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in das Gebiet um Wąbrzeźno im September 1939 nutzten die deutschen Machthaber das bestehende Gebäude als Gefängnis. Hier wurden politische Gefangene aus Wąbrzeźno und der Umgebung gefangen gehalten und gefoltert. Während des späteren Okkupationszeitraums wurde eine Produktion von Teilen für Flugzeuge und U-Boote aufgenommen. Darüber hinaus wurde mit der Herstellung von Uhren begonnen, die bis Januar des Jahres 1945 fortgeführt wurde.
Nach der Befreiung der Stadt übernahm die Firma "Polski Monopol Tytoniowy" (Polnisches Tabakmonopol) den Betrieb und führte hier die Fermentation von Tabak durch. Dies dauerte bis zum März des Jahres 1950. Schon im April des gleichen Jahres wurde mit Anpassungsarbeiten begonnen, die mit dem Ziel der Gründung einer neuen Firma durchgeführt wurden. Am 10. Oktober des Jahres 1950 erfolgte die offizielle Eröffnung der Pommerschen Kunststoffbetriebe, die sich in der Verarbeitung von Polyvinylchlorid und der Produktion von Weichfolien aus PVC für die Bedürfnisse des Bauwesens sowie der Büro- und Papierindustrie spezialisierten.
Im Jahre 1975 änderte die Firma ihren Namen in ZTS ERG Wąbrzeźno. Im selben Jahr wurde eine Produktionslinie zur Herstellung von Vinyltapeten eingeweiht. 10 Jahre später wurde das Angebot um Papiertapeten erweitert. In den Jahren 1994-1995 nahm die Firma am polnischen "Programm der Allgemeinen Privatisierung" teil. Ihr größter Anteilseigner war der V. Nationale Investmentfond "VICTORIA". Im April des Jahres 1998 änderte das Unternehmen seinen Namen in ERGIS SA.





